Pflegetipps für Ihre Hortensien

Es gibt Hortensien für verschiedene Standorte. Sowohl schattige wie auch sonnige Lagen können mit Hortensien bepflanzt werden, man muss nur die richtigen Arten und Sorten auswählen. Hortensien bevorzugen zudem einen frisch-humosen, aber dennoch durchlässigen Boden. Denn sie benötigen viel Wasser, da sie über die großen Blüten und Blätter eine hohe Verdunstung haben; Staunässe aber wiederum ist tödlich, denn dann faulen die Wurzeln sehr schnell.

Generell lassen sich Hortensien in zwei Gruppen einteilen, die verschiedene Bedürfnisse haben. Das liegt (auch) an ihrer jeweiligen Herkunft. Es gibt die asiatischen Arten, die sich in ihrer Heimat an feuchtere, halbschattige Gehölzrandlagen angepasst haben und entsprechend Halbschatten und humose Böden bevorzugen. Und es gibt die amerikanischen Arten, die ebenfalls im Halbschatten sehr gut gedeihen, sich aber auch mit sonnigeren Lagen und etwas sandigeren Böden angefreundet haben. Das heißt nun nicht, dass die asiatischen Sorten niemals in der Sonne zu finden sind. Sie können sich auch an mehr Sonne gewöhnen - sofern sie denn nicht noch weiteren Stressfaktoren ausgesetzt sind. Auf den Azoren zum Beispiel und in Südfrankreich findet man häufig asiatische Hortensienarten in der prallen Sonne. Aber dort bekommen sie dann häufig eine kühlende Brise vom Meer und die Wintertemperaturen sind moderat. Es müssen eben unter dem Strich genug "Wohlfühlfaktoren" zusammenkommen, damit eine Hortensie an einem Standort gut zurechtkommt.

 

Hier ein Überblick der wichtigsten Arten:

Die Asiatischen Hortensienarten                                                                  Die amerikanischen Hortensienarten

Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla)                                             Waldhortensien (Hydrangea arborescens)

Berghortensie (Hydrangea serrata)                                                               Rispenhortensien (Hydrangea paniculata)

Rauhblatthortensie (Hydrangea aspera)                                                      Eichblatthortensien (Hydrangea quercifolia)

Samthortensie (Hydrangea aspera subsp. sargentiana)

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Was für den Menschen das Brot, sind für die Pflanze Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Sie kommen natürlich im Boden vor, jedoch nicht immer in der Menge, wie die Pflanze sie benötigt. Also düngt der Gärtner entsprechend, abgestimmt auf die Bodenzusammensetzung – und vor allem auch den Bedarf der Pflanze. Denn wie beim Menschen ist ein „zu viel“ auch für die Pflanze ungesund.

Ab Sommer weniger Stickstoff

Im Spätsommer ändern Hortensien ihre Lebensweise. Stand bisher Wachstum und Blüte im Vordergrund, geht es nun um die Vorbereitung auf den Winter. Dafür benötigt die Pflanze auch andere Nährstoffe. Deshalb muss ab Mitte August die Zusammensetzung des Düngers verändert werden.

Im Spätsommer ist vor allem ein „zu viel“ an Stickstoff ungesund für Hortensien. Stickstoff (Chemisches Zeichen: N) brauchen Hortensien für ihr Wachstum, denn daraus wird Eiweiß aufgebaut. Ab Ende Juli muss die Pflanze jedoch die Knospen für das nächste Jahr anlegen und die Zellwände der frisch gewachsenen Stengel verdicken und härten, so dass sie Frostresistent werden. Ein zu hoher Stickstoffgehalt des Bodens verhindert dies jedoch.

Phosphor (P – im Dünger meist als P2O5 enthalten) und Kalium (K – in Dünger meist als K2O enthalten) hingegen unterstützen die Reife und Frostresistenz.

Angegeben werden Düngemittel immer in Verhältniswerten. Als Richtwerte kann man sich für Hortensien Folgendes merken: In der Wachstumsphase (Frühjahr bis Sommer) sollte man Dünger mit einem Verhältnis Stickstoff zu Kalium von etwa 4:5 nutzen. Zum Spätsommer dann Dünger mit einem Verhältnis von etwa 1:7.

Wann kann ich schneiden?
Grundsätzlich werden Hortensien im Frühjahr bei frostfreiem Wetter geschnitten. Zu welchem Zeitpunkt im Frühjahr genau, hängt von der Hortensienart ab. Und vom örtlichen Wetterverlauf, der sich ja von Jahr zu Jahr verschieben kann. Die Arten von Schnitt-Typ 2 (siehe unten), die an den neuen Trieben blühen, können je nach Witterung bereits Ende Februar/Anfang März geschnitten werden. Bei denen aus Schnitt-Typ 1, die am alten Holz blühen, sollte man hingegen mit dem Schneiden so lange zu warten, bis auch die Spätfröste wirklich überstanden sind. Und das ist, so sehr es Hortensienfreunden zumeist im Frühjahr auch in den Scheren juckt, erst nach den Eisheiligen Mitte Mai sicher der Fall. Hortensien insgesamt sind zwar von Natur aus sehr kälteresistent, aber die neu austreibenden Knospen sind frostempfindlich. Gerade die späten Fröste Ende April/Anfang Mai können ihnen daher gefährlich werden. An frisch gekappten Zweigen kann Frost zudem in die Schnittstelle eindringen und Schaden anrichten. Daher ist unbedingt Geduld gefragt.

Wie schneide ich Hortensien?
Wie tief ich Hortensien zurückschneiden muss und kann, hängt zu allererst von der Art ab. Grundsätzlich gibt es vier Schnitt-Typen, in die sich Hortensien einteilen lassen.

Schnitt-Typ 1
Bei Hortensien der Arten „Hydrangea macrophylla“ (auch Bauernhortensien genannt) und „Hydrangea aspera“ (Raublatt-Hortensie) werden in der Regel nur die alten, vertrockneten Vorjahresblühten direkt oberhalb der neuen Knospen abgeschnitten. Denn diese Hortensienarten blühen am „alten“ Holz. Die Sträucher legen bereits im Herbst ihre Knospen für das nächste Jahr an. Schneidet man diese Hortensien nun im Frühjahr stärker zurück, schneidet man die Blütenknospen mit ab. Also werden sie in diesem Jahr nicht mehr blühen.

Der Pflanze selber macht auch ein tieferer Rückschnitt allerdings nichts aus. Wird eine macrophylla zu groß, kann man sie daher ruhig weiter zurückschneiden. Aber das am besten Anfang Juli, dann legt die Pflanze eventuell noch neue Blütenknospen für das nächste Jahr an.
Durchaus gut tut älteren, dicht gewachsenen Hortensien hingegen hin und wieder ein „Verjüngungsschnitt“. Dabei wird rund ein Drittel der Zweige knapp über dem Boden abgeschnitten, am besten die dicksten und ältesten. Die Pflanze wird so zur Bildung neuer Triebe angeregt, die dann auch wieder mehr Blüten bilden.

TIPP: Wer die großblumigen Bauernhortensien liebt, sich wegen des Schneidens aber unsicher ist, sollte sich eine so genannte remontierende Sorte zulegen. Diese besonderen Hortensien bilden am alten und am neuen Holz Blütenknospen – ihnen können auch späte Fröste oder ein tiefer Rückschnitt daher nichts anhaben.

Schnitt-Typ 2
Komplett bis knapp über den Boden zurückgeschnitten werden können die Hortensien der Arten „Hydrangea paniculata“ (Rispenhortensie) und „Hydrangea arborescens“ (Schneeball-Hortensie). Und zwar so, dass am besten zwei, mindestens jedoch ein Knospenansatz pro Trieb bestehen bleibt. Denn diese Hortensienarten legen erst im Frühjahr ihre Blütenknospen an den Trieben an, die jetzt neu wachsen. Der komplette Rückschnitt ist nicht jedes Jahr nötig, wenn der Busch größer werden soll. Er regt jedoch die Blütenbildung an. Und werden die Triebe nach ein paar Jahren zu lang, können sie umfallen – spätestens dann sollte man kräftig einkürzen.

TIPP: Ausnahmen sind die Rispen-Hortensien-Sorten „Praecox“ und „Dharuma“ – sie blühen ebenfalls am alten Holz und werden nach Schnitt-Typ 1 behandelt.

Schnitt-Typ 3
Die beiden Hortensien-Arten „Hydrangea sargentiana“ (Samt-Hortensie) und „Hydrangea petiolaris“ (Kletter-Hortensie) brauchen gar keinen Rückschnitt. Sie können aber sowohl eingekürzt als auch durch das Herausnehmen einzelner Triebe ausgelichtet werden.

Schnitt-Typ 4
Es gibt auch eine Hortensie, die möglichst gar nicht geschnitten werden sollte: „Hydrangea quercifolia“ (Eichblatt-Hortensie). Sie wächst sonst oft nur sehr unschön weiter. Daher sollten auch hier im späteren Frühjahr lediglich vertrocknete oder erfrorene Pflanzenteile und die Vorjahresblüten herausgenommen werden.

Eine faszinierende Eigenschaft von farbigen Bauernhortensien ist es, dass sie ihre Farbe ändern können. Rosafarbene können blau werden, rote können in Dunkel-Lila umschlagen. Und auch jeweils andersrum: aus Blau wird Rosa, aus Dunkel-Lila wird Rot. Nur weiße Bauernhortensien verfärben sich auf diese Weise nicht.

Hortensien brauchen Zweierlei, um blau bzw. lila zu bleiben oder zu werden: genug Aluminiumsulfat im Boden und einen sehr niedrigen pH-Wert des Bodens, um das Aluminium auch aufnehmen zu können. Nimmt die Pflanze genug Aluminiumsulfat auf und trifft dieses in den Blütenblättern auf den dort natürlich vorhandenen Farbstoff Delphinidin, verändert sich dieser Farbstoff und erscheint nun blauer. Andersherum schlagen gebläute Hortensien in rosa oder rot zurück, wenn sich der Aluminium-Vorrat im Boden verringert oder der pH-Wert steigt, so dass weniger Aluminium aufgenommen werden kann.

Schauen wir uns nun die beteiligten des Bläuens genauer an:

1. Der pH-Wert
Wie gesagt, Hortensien mögen „sauren“ Boden, besonders zum Bläuen. Wie sauer ein Boden ist, wird durch den pH-Wert ausgedrückt. Je niedriger die angegebene Zahl, je saurer ist der Gartenboden oder die Blumenerde.

Hortensien mögen ganz unabhängig vom Bläuen einen pH-Wert zwischen 4 und 6. Sie haben damit im Konkurrenzkampf der Arten einen Überlebensvorteil gegenüber anderen Pflanzen entwickelt, weil viele Pflanzen solchen Säuregehalt nicht so gut vertragen. In der Folge brauchen sie aber nun auch diesen Boden, um ihre benötigten Nährstoffe aufnehmen zu können. Ist die Erde nicht sauer genug oder zu sauer, hungern sie, wachsen dann schlecht oder gehen gar ein. Aluminium wird bei einem pH-Wert des Bodens von 4-5 am besten aufgenommen, wer also seine Hortensien bläuen möchte, sollte diesen erreichen.

Mit Messstäbchen, die es in Gartencentern und Baumärkten gibt, lässt sich der pH-Wert des eigenen Gartenbodens leicht feststellen. Und mit Rasenschnitt oder Kaffeesatz lässt er sich natürlich und nachhaltig vorsichtig säuern. Mit Torf geht es ebenfalls. Von Essig als Hilfsmittel, wie manchmal empfohlen, ist hier eher abzuraten. Das säuert den Boden zu heftig sowie nur kurzfristig. Und schadet im Zweifel lediglich den Bodenlebewesen und den Wurzeln der Hortensien.

Spezielle Hortensien- und Rhododendronerde ist ebenfalls sauer und ist daher für Kübelhortensien oder auch großzügig im Pflanzloch zugegeben durchaus sinnvoll.

2. Blaudünger oder Hortensienblau
Stimmt der pH-Wert, muss nun noch Aluminiumsulfat hinzukommen. In manchen Böden ist es bereits natürlich vorhanden, dann muss man nichts weiter tun. Ist das nicht der Fall, kann man es zugeben. Dafür gibt es im Fachhandel so genanntes "Hortensienblau" wie auch "Hortensienblau-Dünger". Diese zwei Mittel sollte man klar unterscheiden: Hortensienblau ist allein für die Blaufärbung gedacht. Im Hortensienblau-Dünger sind hingegen auch Nährstoffe für die Pflanze enthalten, daher der Zusatz "Dünger" im Namen. Empfehlen würden wir, reines Hortensienblau zu nehmen. Blaufärben und Düngen sind nunmal zwei verschiedene Dinge. Nicht immer, wenn man bläuen möchte, ist auch düngen nötig. In einer Mischung wird die Dosierung nie optimal. Ich sage immer: Sie dosieren beim Kochen ja auch Pfeffer und Salz getrennt und bewahren es nicht vermischt in einer Dose zusammen auf.

Halten Sie sich bei der Dosierung des Hortensienblaus am besten zunächst an die Packungsanweisung und erarbeiten Sie sich nach und nach eine eigene Menge, wie sie zu Ihrem Boden, der Pflanzengröße und der gewünschten Pflanzenfarbe passt.

Zur Ergänzung: Ebenfalls sind Hortensienblau und Blau-Dünger bitte nicht zu verwechseln mit Blaukorn. Blaukorn ist ein reiner Dünger. Das Attribut „Blau“ bezeichnet hier lediglich die Farbe der Düngerkügelchen, nicht etwa ein Färbewirkung.

3.  Alaun
Zum Bläuen von Hortensien wird oft auch Alaun empfohlen. Auch dieses kann man gut verwenden. Doch Vorsicht: Inzwischen wird der Begriff „Alaun“ für verschiedene chemische Verbindungen benutzt. Gemeint ist in diesem Fall Kaliumaluminiumalaun, auch Kalialaun oder Aluminiumalaun genannt. Es ist ein Doppelsalz bestehend aus Aluminium und Kalium und in Apotheken und zum Teil auch im Gartenfachhandel erhältlich. Um Hortensien mit Alaun blau zu färben, wird es entweder in Wasser gelöst und dann gegossen, oder man streut es um die Pflanze herum und harkt es etwas ein.

Wer Alaun in der Apotheke kauft, bekommt keine Dosierungsanleitung mit, daher muss man hier vorsichtig vorgehen. Eine Faustregel wäre:

 

Wann bläue ich meine Hortensien?

Der optimale Zeitpunkt zum Färben ist das Frühjahr, wenn die Pflanze mit dem Austrieb beginnt. Dann lagert die Hortensie das Aluminiumsulfat in der Blüte ein, so dass der Farbumschlag passieren kann. Wer ein tiefes blau möchte, kann im Herbst nochmals nachgießen, also wenn die Hortensie die neuen Knospen für das Folgejahr anlegt. Diese zwei Gaben reichen völlig. Sind die Blüten einmal „fertig“ von der Pflanze angelegt, färben sie sich nur noch schwer um. Das ist in der Regel der Fall, wenn die Blütendolden eine Größe von 2 bis 3 Zentimetern erreicht haben.

 

Ist Aluminiumsulfat schädlich?

Es ist nicht wegzudiskutieren, dass Aluminiumsulfat aus zweierlei Gründen auch negative Auswirkungen haben kann. Daher sollte man immer nur so viel geben, wie wirklich benötigt wird.

Zum einen ist es ein Salz. Gibt man davon zu viel, versalzt der Boden und das verbrennt die Wurzeln der Pflanzen, so dass sie womöglich sogar eingehen. Mit Regen oder Gießwasser wird das Sulfat allerdings nach und nach auch wieder ausgelöst und zu völlig unschädlichen Mengen verdünnt.

Zum zweiten wirkt Aluminium in entsprechend hoher Dosierung bei Mensch und Tier als Nervengift. Man sollte also aufpassen, dass kein Tier an das Hortensienblau oder Alaun herankommt, zum Beispiel indem man es in den Boden einharkt. Beim Umgang sind Handschuhe nicht verkehrt. Verantwortungsvoll genutzt, darf man unserers Erachtens seine Hortensien aber durchaus bläuen. Die Menge macht es, wie bei eigentlich allen Dingen im Leben.

 

Wie bringt man Hortensien im Beet oder im Kübel am besten durch den Winter? Wir können Entwarnung geben: Hortensien sind sehr kälteresistent und das Überwintern keine Zauberei.

1. Hortensien im Beet

Sind Hortensien – gleich welcher Art – bereits gut im Beet eingewachsen, brauchen sie in Mitteleuropa den Winter über in der Regel gar keine Pflege und auch keinen Winterschutz. Hortensien vertragen Frost bis etwa -10 Grad Celsius grundsätzlich problemlos, viele Sorten schaffen sogar -20 Grad. Nur einige wenige ausgefallenere Sorten sind empfindlicher (siehe unter Punkt 3). Und bei länger anhaltenden Minusgraden ohne schützende Schneedecke oder an windreichen Standorten kann ein Winterschutz im Beet Sinn machen, um das Erfrieren einzelner Partien der Pflanze zu verhindern.

Die größte Gefahr für Hortensien im Winter ist jedoch nicht der Frost an sich, wie viele meinen, sondern aus dem Frost resultierender Wassermangel. Hortensien verdunsten auch im blattlosen Zustand im Winter noch Wasser. Und müssen zum Überleben neues Wasser über die Wurzeln aufnehmen. Friert der Boden im Wurzelbereich der Gehölze nun dauerhaft durch, kann kein Wasser aufgenommen werden – die Hortensie verdurstet. Ältere Pflanzen, deren Wurzeln bereits tief in den Boden reichen, sind dagegen gut geschützt. Jüngere, noch kleinere Pflanzen können in Regionen, in denen der Boden im Winter über längere Zeit wurzeltief durchfriert, zumindest im ersten Jahr eine wärmende Laubschicht am Boden gebrauchen.

Wenn wir sagen, Hortensien sind frostfest, dann sprechen wir allerdings vom Überleben der ganzen Pflanze. Öffnen sich im Frühjahr langsam die Blütenknospen der Bauernhortensien (Artname: Hydrangea macrophylla), die bereits im Herbst angelegt werden, können diese bei erneuten späten Frosteinbrüchen (je nach Region etwa ab Februar) leicht erfrieren. Unser Tipp: Den Wetterbericht im Auge behalten und bei Frostgefahr die Hortensien kurzzeitig mit Pflanzenvlies abdecken (zum Beispiel über Nacht).

2. Hortensien im Kübel – reinholen oder nicht?
Für Hortensien im Kübel gilt im Prinzip genau das gleiche, was für Hortensien im Beet gilt: Die Gehölze sind gut frostfest und können im Winter draußen bleiben. Im Topf gilt all das, was oben im Abschnitt „Hortensien im Beet“ beschrieben wurde.

Allerdings ist die Gefahr, dass die Erde im Topf komplett durchfriert, natürlich größer, als im Gartenboden. Von daher müssen Topfhortensien stärker vor dem „Verdursten durch Frost“ geschützt werden. Je kleiner der Topf, je größer die Gefahr. Rücken Sie Topfhortensien daher, sobald sich Frost ankündigt, am besten an einen wind- und sonnengeschützen Standort, zum Beispiel an einer Hauswand. Mit Blättern oder Jute lässt sich zudem ein wärmendes Polster um die Töpfe schaffen (siehe unten, Punkt 4).

Prüfen Sie schließlich regelmäßig, ob die Erde feucht genug ist und gießen Sie an frostfreien Tagen bei Bedarf. Dabei Staunässe unbedingt verhindern, sonst faulen die Wurzeln. Hilfreich sind Tonfüße, die unter die Töpfe geklemmt werden, so dass überschüssiges Wasser durch das Abzugsloch ungehindert abfließen kann.

… aber sie dürfen auch rein
Wer in sehr frostigen Regionen wohnt und/oder lieber auf Nummer sicher geht, KANN seine Topf-Hortensien jedoch auch „drinnen“ überwintern. Im Haus, in der Garage, im Keller… Sie sollten dann aber nicht zu warm stehen, denn Hortensien brauchen „Winterkälte“, um zum Beispiel ihre Blütenansätze voll auszubilden und um das Wachstum im Frühjahr anzuregen. Temperaturen zwischen +10 und +2 Grad sind hier optimal. Licht hingegen brauchen sie nicht in der Winterruhe. Und Wasser – siehe oben.

3. Welche Sorten sind frostsicher?
Bauernhortensien (H. macrophylla), Rispenhortensien (H. paniculata), Schneeballhortensien (H. arborescens) – sie alle sind grundsätzlich gut winterhart. Von ihnen gibt es nur einige wenige, eher seltene Sorten, die empfindlicher sind. Diese Liebhabersorten werden von seriösen Anbietern nur mit Sortenetikett verkauft, auf denen dann vermerkt ist, dass sie Winterschutz benötigen. Hortensien, die zum Beispiel bei Discountern oder Baumärkten ohne Sortennamen verkauft werden, sind mit 99-prozentiger Sicherheit weit verbreitete, winterfeste Standardsorten.

Empfindlicher sind zudem die Eichblatthortensien (H. quercifolia), die generell einen geschützteren Standort wollen. Auch panaschierte Sorten (das heißt mit zweifarbigen Blättern) sind meist etwas anfälliger gegenüber Kälte.

4. Richtig abgedeckt
Hier noch ein paar Ideen für verschiedene Formen von Winterschutz:

Reisig, also Zweige von immergrünen Pflanzen wie Tannen, Ilex oder Buchs, können über die gesamte Pflanze gelegt und ineinander verkeilt werden. Aber darauf achten, dass noch genug Regenwasser durchkommt.

Pflanzenvlies ist als kurzfristige Abdeckung der gesamten Pflanze zum Beispiel gegen Spätfröste geeignet. Eine langfristig gute Lösung ist es jedoch nicht, denn es lässt einerseits nicht so viel Regenwasser durch, andererseits kann sich unter der Abdeckung insbesondere im Beet auch Nässe sammeln – was Hortensien beides nicht mögen.

Aus Draht, Holzbrettern oder ähnlichem lässt sich im Beet wie auch um Kübelgruppen eine Art Korb bauen. Diese dann mit Blättern locker füllen – ein ideales, umweltfreundliches Wärmebett, das auch Regenwasser gut durch lässt.

Jute, Vlies oder Noppenfolie sind Materialien, um einzelne Kübel einzuwickeln und vor Frost zu schützen. Noppenfolie wärmt am besten und kann mit einer zusätzlichen Jute- oder Vliesschicht auch gut aussehen. Den „Kübelmantel“ gut mit Bändern festzurren, damit auch Winterstürme ihn nicht wegwehen. Mit farbigen Bändern oder selbst gemachten Stempelmotiven verschönert, wird dieser Winterschutz zum echten Dekotipp! Aber bitte nur die Außenwände der Töpfe umwickeln, der Erdbereich oben und das Abzugsloch unten müssen für Luftzufuhr und Bewässerung offen bleiben.

Styroporstücke, auf die Topfhortensien gestellt werden, schützen vor Kälte von unten. Aber auf den Wasserablauf achten: Topffüßchen oder Steine als Abstandshalter nutzen. Oder ein passendes Loch in das Styropor schneiden, wenn darunter wasserdurchlässiger Boden liegt (z.B. Erde oder Kies).

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